Belgische und Deutsche Anti-AKW-Bewegung vernetzt sich

Zum dritten Monatstag nach Fukushima fanden in vielen Ländern Proteste gegen Atomkraft statt.

Lüttich/Frankreich/Japan.   Am 11. Juni, genau drei Monate nach den verherenden Ereignissen in Japan und den GAUs in den AKWs von Fukushima, fanden in mehreren Ländern Proteste gegen Atomkraft statt. In Japan, Frankreich und Belgien gingen tausende Menschen auf die Straßen und forderten den Ausstieg aus einer nicht beherrschbaren Technologie.

In Lüttich fand an diesem Tag eine Kundgebung am Denkmalbrunnnen „Vierge Delcour“ statt. Hierzu hatte ein Bündnis aus verschiedenen belgischen Organisationen aufgerufen, unter anderem Amis de la terre, Clima et Justice und LCR. Neben Beiträgen von belgischen, japanischen und deutschen Rednern wurde das Programm von einem Kabarettisten aufgelockert. An Teilnehmer und Passanten wurde ein Flugblatt mit einer Papiertüte verteilt. Das Flugblatt begann mit dem Text: „Die Tüte ist dafür da, wenn Sie gegenüber den Atomenergiegefahren das tun wollen, was die Politiker seit Jahrzehnten getan haben: den Kopf  hineinstecken. (Oder versuchen, sich im Katastrophenfall damit zu schützen)  Wenn Sie das nicht wollen, lesen sie weiter…“

Die Kundgebung war der Auftakt die belgische und deutsche Anti AKW Bewegung in der Euregio zu vernetzen. Die Veranstalter trafen sich im Anschluss mit dem Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie. Hier wurde über erste gemeinsame Aktionen an den AKWs in Tihange beraten. Am Montag, 20. Mai um 18 Uhr wird der wallonische AKW-Gegner Louis Verheyde auf der Mahnwache am Elisenbrunen in Aachen sprechen.

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