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Planung unserer Aktionen für 2019

Hier veröffentlichen wir unsere aktuelle Planung für Aktionen, an denen wir maßgeblich beteiligt sind.
Wir organisieren diese Aktionen in Form von „Projekten“. Wir suchen IMMER Leute, die sich dabei einbringen und mitmachen: Meldet euch!
==> Verzeiht, falls wir unsere Planung mal nicht so schaffen wie gewollt.
Wir sind Freiwillige und keine staatlichen oder kommerziellen Angestellte!!

—- Termin / Thema / Kurzbeschreibung —–

„Freitags“: Beteiligung an (einigen) der „friday-for-future“ in Aachen
Schüler-Aktionen für die Rettung des Klimas / gegen die Erhitzung des Klimas jeden Freitag
Wir beteiligen uns als Anti-AKW-Gruppe an dieser Aktion.
Wir unterstützen die Anti-Braunkohle-Aktivisten.
Wir liefern einen „qualmenden“ Laschet (als „gebrauchte“ Karnevalsfigur)

26.4. Freitag: Aktion gegen ENGIE in Brüssel (& Köln)
Umzingelung bzw. Demo VOR den Konzernzentralen.
Die Aachener mobilisieren für Brüssel!
Anreise mit der Bahn (und 10-er Karten)

12.5. Sonntag: Beteiligung an „hart boven hart“
„hart-boven-hart“ ist eine belgische Aktion für soziale Gerechtigkeit und für Klimaschutz.
Die Aktion ist angelegt um auf die belgischen Nationalwahlen und die EU-Wahl einzuwirken.
Es wird einen Klima-Block geben und in diesem Klimablock werden wir einen Anti-AKW-Block bilden.
Gewünschte Gruppen im Energie-Block: AAA, TDRM, IPPNW, 3Rosen, AKW-Nee, Jülich-Stop-Castoren, 5vor12, Braunkohle & Hambi, SfV, WindeV, Stromwechsler.
Gesucht: ein gemeinsames Front-Transparent für den Anti-AKW & Kohle-Block
Anreise mit Eisenbahn (10-er Karten)

21.-25.06. Freitag-Dienstag: „Lieber gelb-leuchten als radioaktiv-strahlen“
Aktion zum 2.Jahrestag Menschenkette: In DER Nacht sollen in allen Fenster in Aachen wieder die gelben Stop-Tihange-Poster leuchten als Erinnerung an die Menschenkette und an die Notwendigkeit, Tihange zu schließen.
Arbeitstitel: Die Flamme des Widerstands brennt weiter …

Termin unklar:, Walk OFF Tihange
Ein direkter Fußmarsch von Tihange über Liege nach Aachen in weniger als 12 Stunden;
Wiederholung der gleichnamigen Aktion von 2018.
Andere Anti-AKW-Leute werden zeitgleich von Tihange eine „Fluchtgruppe“ Richtung Trier organisieren. (ggf. mit Fahrrädern statt „laufen“, weil deutlich weiter)?

31.8. Samstag: (unsicherer Termin): „Run for your life“
Demo in Tihange: Große Kundgebung und Aktion vor dem AKW-Tihange-Kühlturm:
• Start mit Reden. Dann unter Musikbegleitung:
• Gruppenweise „fliehen“ Menschen vor dem AKW auf die andere Maas-Seite.
Die jeweils „Letzten“ sind die Verlierer und werden als „Leichen“ in der Maas „entsorgt“..
• Die Überlebenden treffen sich auf der linken Maas-Seite vor einem Rettungsschiff … und feiern dort …

4-5-6. Oktober (Freitag-Sonntag) „Anti-AKW-Theater“
Eine Berliner Theatergruppe bringt Tschernobyl emotional nach Aachen
– in der Citykirche (Aachen)

12. Oktober Samstag: „Anti-AKW-Theater“
Dito, aber als „Open-air“ in Tihange an der Maas gegenüber dem AKW!




Reaktorunfall „Three Mile Island“ bei Harrisburg/USA

Vor 40 Jahren – wie schnell die Zeit vergeht

Tihange, Photo:privat


Heute erinnere ich euch an den fast schon in Vergessenheit geratenen Reaktorunfall im Kernkraftwerk „Three Mile Island“ bei Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania.
Vor genau 40 Jahren, am 28.März 1979, kam es dort zu einem dramatischem Kühlmittelverlust und einer Wasserstoffexplosion im Reaktordruckbehälter. Bei diesem „Ernsten Unfall“, eingeordnet auf INES-Stufe 5, entwickelte sich eine partielle Kernschmelze. Um Haaresbreite wäre es zu einem SuperGAU gekommen.
https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/288267/atomunfall-von-harrisburg
https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-unfall-akw-harrisburg-100.html

Ist aber alles nicht so schlimm …

In diesem Zusammenhang möchte ich alle Sorgenvollen in Sachen Tihange&Co neuerdings mal beruhigen: Tihange und Doel sind sicher, laut Betreiber 40 Jahre schon, und wahrscheinlich sicherer als jemals zuvor, denn das meinen viele Experten und vor allem unser Berliner Hauptquartier! [1]
Entspannt Euch, es gibt gar keinen Handlungsbedarf, eine neue Leichtigkeit des Seins darf sich breit machen.

Also, weg mit den Jodtabletten und Notfall- Plänen und Kisten, Schluss mit unnützem Zeitvertreib in Anti-AKW-Demos und Initiativen, genießt den Frühling und den Strom aus der Steckdose aus CO2-freiem Atomstrom…und lasst Euch ruhig weiter alle für dumm verkaufen, das Leben ist dadurch einfach unbeschwerter !
Oder?

Viele Grüße von Käthe

[1] hier lesen: ENGIE /Electrabel zu Tihange: „40 Jahre völlig sicherer Betrieb“




Massenhafte Strafanzeigen gegen den belgischen Staat und die Betreiber der AKWs Tihange und Doel

21. April 2018 | Veröffentlicht von Markus Kirch / ws

wegen Bedrohung der persönlichen Unversehrtheit …

Heute Nachmittag haben verschiedene Anti-Atom-Initiativen zeitgleich vor den Polizeistationen in Eupen, Tongeren und Namur (Belgien) massenhaft Strafanzeigen gegen den belgischen Staat und die Betreiber des Risse- AKW Tihange-2 erstattet. Jeder Beschwerdeführer erhielt von der belgischen Polizei „ordnungsgemäß“ eine Beschwerdebescheinigung (1). In Eupen waren es ca. 180, in Tongeren 65 und in Namur 30 Personen.
==> siehe hierzu auch das Video von ==newscan==

Etwa 30 TeilnehmerInnen hatten sich an diesem wunderbaren Tag entschieden, diese 25 km- Strecke Aachen-Eupen mit den Räder zu fahren.

Bei den Strafanzeigen ging es in allen Fällen darum, die belgische Staatsanwaltschaft durch Strafanzeigen zu zwingen, für mehr Schutz vor einer Gefährdung durch Engie/Electrabel zu sorgen, bzw. von dem belgischen Staat und der belgische Atomaufsicht mehr Vorsorge zu verlangen. Wörtlich heißt es in der von jederM persönlich unterzeichneten Erklärungen:

„Ich habe hiermit die Ehre, eine Beschwerde gegen die o.g. Personen zu erstatten, die wegen unterlassener Hilfeleistung für Personen in Gefahr (Artikel ‚422bis‘, ‚422quater‘ des belgischen Strafgesetzbuches), wegen der generell mangelnden Anwendung des Vorsorgeprinzips sowie wegen fehlender Maßnahmen, um die Bevölkerung zu schützen, die Sicherheit von Personen verletzen „

Anlass für die Aktion

sind die belgischen Schrottreaktoren in Tihange und Doel, die zahlreiche Risse in den Reaktordruckbehältern aufweisen, was bereits jetzt dazu führt, dass das Notfallkühlwasser vorgeheizt werden muss, um die Druckbehälter bei einem evtl. Notfall zu schonen. Etliche Precursor-Ereignisse (deutsch: Vorbote) in Tihange 1, die in ihrer Häufung absolut alarmierend sind, werden von den Verantwortlichen kleingeredet und missachtet. Immer wiederkehrende Störfälle und daraus resultierende Notabschaltungen verängstigen die Bevölkerung. Gleichzeitig sollen auf der anderen Seite die Laufzeiten weiter verlängert werden.

Postalische Beteiligung?

Im Vorfeld hatten etwa 30 Personen schon die Unterlagen angefordert, um ihre Strafanzeige postalisch zu versenden, weil sie an dem Tag nicht persönlich an der Aktion teilnehmen konnten. Die Unterlagen sind auch aktuell abrufbar (MündlicherWiderspruch SchriftlicherWiderspruch )

Tri-nationale Beteiligung

Die Aktion wurde gemeinsam durchgeführt durch das ‚Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie‘ (AAA), Fin du Nucleaire (FDN), Réveil Anti Nucléaire (R.A.N.), Stop-Tihange Deutschland und Stop-Tihange Niederlande. Die Gruppen setzen sich grenzüberschreitend für die sofortige Stilllegung der maroden und gefährlichen Bröckelreaktoren ein. Dies war ein weiterer wichtiger Schritt im vielfältigen und bunten Protest gegen die maroden und gefährlichen AKW in unserer Nachbarschaft.

hier weitere Info aus dem Grenzecho (Eupen)

weiter Infos aus dem belgischen ‚de Morgen‘

Dieser Traktor fuhr  in Eupen hin und her und hat sicher auch viele Menschen mit seiner Botschaft erreicht:

 

 

 

 




Landeskonferenz der Anti-Atom-Initiativen fand in Aachen statt

Erstmals hat am 10.09.2016 eine Anti-Atom-Landeskonferenz (Lako) in Aachen stattgefunden. Im Welthaus An der Schanz trafen sich 30 Atomkraftgegner/innen, die stellvertretend für 23 Gruppen aus Belgien, den Niederlanden und NRW wichtige Themen diskutierten und die nächsten Aktionen gemeinsam planten. Weiterlesen ›




15. März 2015 Internationale Demo am AKW Tihange

Am 15. März 2015  haben über 1500 Menschen am Atomkraftwerk Tihange in Belgien demonstriert.  Sie forderten die endgültige Stilllegung des Reaktorblocks 2 in Tihange und des Blocks 3 in Doel/Antwerpen. In beiden Reaktorblöcken gibt es zehntausende Risse von bis zu 18 cm (sic!) Länge und 2,5 cm Breite. Solche Risse könnten den Reaktordruckbehälter im wörtlichen Sinn zerreißen – und trotzdem hat der AKW-Betreiber Electrabel angekündigt, diese Reaktoren wieder anzuschalten.

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Situation und Widerstand in Japan

Guten Tag, ich freue mich, dass ich heute zu euch sprechen kann.

Mein Name ist Tomoyuki Takada.

Ich lebe mit meiner Familie seit über 25 Jahren in Deutschland und setze mich in unserer Initiative Atomfree-eastwest mit der AKW-Situation in Japan auseinander.
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Die Anti-Atom-Bewegung in Belgien

Belgien lieferte Uran von seinen Kongo-Kolonien an die USA zur Herstellung der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki, zwei der schrecklichsten Kriegsverbrechen.
Zur Entschädigung investierte Westinghouse in eine Forschungseinrichtung in Mol.
Eine kleine Anti-Atom-Bewegung war dagegen, aber viele der Beteiligten waren stark von Moskau abhängig. Damit waren sie sehr isoliert. Das war die erste Welle.
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Ausblicke in Zeit und Raum, Rüdiger Haude

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich spreche zu euch als Historiker, weil ich davon überzeugt bin, dass die Fragen der Atomenergie nicht nur die Expertise von Ingenieuren, Physikern oder Geologen erfordern. Was macht ein Historiker? Er beschäftigt sich mit dem kollektiven Gedächtnis einer Kultur. Ihr könnt auch sagen: Er fragt, ob vielleicht etwas Wichtiges vergessen wird.
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Martin Unfried

Auf dem Weg zu 100% Regionen mit Erneuerbaren Energien
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Drei Monate Katastrophe und kein Ende

Heute ist es genau 3 Monate her, dass wir an dieser Stelle zu ersten Mal zusammenkamen, um unseren Schrecken über das Unvorstellbare zu teilen. Damals noch hofften wir, dass das Schlimmste verhindert werden könnte, schließlich ist Japan ein Hochtechnologieland. Heute wissen wir dass der Super GAU, also die erste Kernschmelze, schon 5 Stunden nach dem Beben stattfand.
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