Massenhafte Strafanzeigen gegen den belgischen Staat und die Betreiber der AKWs Tihange und Doel

21. April 2018 | Veröffentlicht von Markus Kirch / ws

wegen Bedrohung der persönlichen Unversehrtheit …

Heute Nachmittag haben verschiedene Anti-Atom-Initiativen zeitgleich vor den Polizeistationen in Eupen, Tongeren und Namur (Belgien) massenhaft Strafanzeigen gegen den belgischen Staat und die Betreiber des Risse- AKW Tihange-2 erstattet. Jeder Beschwerdeführer erhielt von der belgischen Polizei „ordnungsgemäß“ eine Beschwerdebescheinigung (1). In Eupen waren es ca. 180, in Tongeren 65 und in Namur 30 Personen.
==> siehe hierzu auch das Video von ==newscan==

Etwa 30 TeilnehmerInnen hatten sich an diesem wunderbaren Tag entschieden, diese 25 km- Strecke Aachen-Eupen mit den Räder zu fahren.

Bei den Strafanzeigen ging es in allen Fällen darum, die belgische Staatsanwaltschaft durch Strafanzeigen zu zwingen, für mehr Schutz vor einer Gefährdung durch Engie/Electrabel zu sorgen, bzw. von dem belgischen Staat und der belgische Atomaufsicht mehr Vorsorge zu verlangen. Wörtlich heißt es in der von jederM persönlich unterzeichneten Erklärungen:

„Ich habe hiermit die Ehre, eine Beschwerde gegen die o.g. Personen zu erstatten, die wegen unterlassener Hilfeleistung für Personen in Gefahr (Artikel ‚422bis‘, ‚422quater‘ des belgischen Strafgesetzbuches), wegen der generell mangelnden Anwendung des Vorsorgeprinzips sowie wegen fehlender Maßnahmen, um die Bevölkerung zu schützen, die Sicherheit von Personen verletzen „

Anlass für die Aktion

sind die belgischen Schrottreaktoren in Tihange und Doel, die zahlreiche Risse in den Reaktordruckbehältern aufweisen, was bereits jetzt dazu führt, dass das Notfallkühlwasser vorgeheizt werden muss, um die Druckbehälter bei einem evtl. Notfall zu schonen. Etliche Precursor-Ereignisse (deutsch: Vorbote) in Tihange 1, die in ihrer Häufung absolut alarmierend sind, werden von den Verantwortlichen kleingeredet und missachtet. Immer wiederkehrende Störfälle und daraus resultierende Notabschaltungen verängstigen die Bevölkerung. Gleichzeitig sollen auf der anderen Seite die Laufzeiten weiter verlängert werden.

Postalische Beteiligung?

Im Vorfeld hatten etwa 30 Personen schon die Unterlagen angefordert, um ihre Strafanzeige postalisch zu versenden, weil sie an dem Tag nicht persönlich an der Aktion teilnehmen konnten. Die Unterlagen sind auch aktuell abrufbar (MündlicherWiderspruch SchriftlicherWiderspruch )

Tri-nationale Beteiligung

Die Aktion wurde gemeinsam durchgeführt durch das ‚Aachener Aktionsbündnis gegen Atomenergie‘ (AAA), Fin du Nucleaire (FDN), Réveil Anti Nucléaire (R.A.N.), Stop-Tihange Deutschland und Stop-Tihange Niederlande. Die Gruppen setzen sich grenzüberschreitend für die sofortige Stilllegung der maroden und gefährlichen Bröckelreaktoren ein. Dies war ein weiterer wichtiger Schritt im vielfältigen und bunten Protest gegen die maroden und gefährlichen AKW in unserer Nachbarschaft.

hier weitere Info aus dem Grenzecho (Eupen)

weiter Infos aus dem belgischen ‚de Morgen‘

Dieser Traktor fuhr  in Eupen hin und her und hat sicher auch viele Menschen mit seiner Botschaft erreicht:

 

 

 

 

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